17-jähriger Thomas Rieder gewinnt die 26. offene Nittenauer Stadtmeisterschaft
Drei Tage lang stand die Hotel-Gaststätte Pirzer ganz im Zeichen des königlichen Spiels. Vom 18. bis 20. September veranstaltete die Schachabteilung des TSV Nittenau die 26. offene Nittenauer Stadtmeisterschaft. Abteilungs- und Turnierleiter Fabian Kammer konnte insgesamt 60 Spieler aus zahlreichen Vereinen begrüßen, die in fünf Runden um den Turniersieg kämpften.
Gespielt wurde im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug. Das Teilnehmerfeld war erneut stark besetzt und bot spannende Partien über alle Spielstärken hinweg.
Am Ende setzte sich Thomas Rieder vom TSV Ergoldsbach durch. Der 2009 geborene und damit noch jugendliche 17-Jährige blieb über das gesamte Turnier ungeschlagen und machte mit einem Sieg in der fünften und letzten Runde den Turniersieg perfekt. Mit 4,5 Punkten aus fünf Partien sicherte er sich damit den Titel der 26. offenen Nittenauer Stadtmeisterschaft.
Hinter Rieder entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Spitzenplätze. Tobias Brunner (SC Windischeschenbach) und Bernhard Schmid (SK Kelheim 1920) belegten mit jeweils vier Punkten die Plätze zwei und drei. Dave Möwisch (Potsdamer SV Mitte) wurde mit ebenfalls vier Punkten Vierter, gefolgt von Jan Kermer (SV Dettingen Erms) auf Rang fünf.
Für den Vorjahressieger Dave Möwisch begann das Turnier mit einem Remis gegen den Nittenauer Lokalmatador Franz Beer. Mit vier Punkten kämpfte sich Möwisch anschließend wieder in die Spitzengruppe, musste sich am Ende jedoch mit dem vierten Platz begnügen.
Damit bleibt die bemerkenswerte Serie bestehen: Noch nie konnte ein Spieler den Titel der offenen Nittenauer Stadtmeisterschaft im Folgejahr verteidigen. Auch 2026 wechselte der Titel erneut den Besitzer.
Auch die Gastgeber waren selbst am Brett vertreten. Franz Beer erzielte zwei Punkte und belegte damit den 38. Platz. Besonders mit seinem Auftaktremis gegen den Titelverteidiger Möwisch sorgte er dabei für eine große Überraschung zum Start. Manfred Preischl kam ebenfalls auf zwei Punkte und erreichte Rang 44.
Neben der Gesamtwertung wurden verschiedene Sonderpreise vergeben. Bester Jugendlicher wurde Arthur Sitnik (SK Kelheim 1920) mit drei Punkten. Den Damenpreis sicherte sich Julia Nesmjanowitsch (SC JÄKLECHEMIE Talente Franken) mit 2,5 Punkten.
Als bester Senior wurde Laszlo Nagy (SC Bayerwald Regen/Zwiesel) mit 3,5 Punkten ausgezeichnet.
Bei den DWZ-Sonderpreisen setzten sich Gerhard Wiesgickl (SF Haselmühl/Amberg) bei DWZ unter 1900 mit drei Punkten, Klaus Herlt (TSV Trostberg) bei DWZ unter 1700 mit 2,5 Punkten sowie Helmut Ertel (Bruck i.d.OPf.) bei DWZ unter 1500 mit 2,5 Punkten durch.
Bei der Mannschaftswertung gewann der SK Kelheim 1920 (Bernhard Schmid, Florian Gold, Arthur Sitnik und Maximilian Buchhammer). Den zweiten Platz belegte der SC Sulzbach-Rosenberg (Maximilian Hauer, Georg Kessler, Tobias Biesler und Dieter Margraf).
Bei der Siegerehrung lobte Turnierleiter Fabian Kammer die gute Atmosphäre und das faire Miteinander der Teilnehmer, durch das das Turnier reibungslos und ohne nennenswerte Problemfälle verlief. Anschließend verabschiedete er die teilweise weit gereisten Spieler und durfte bereits erste Voranmeldungen für die geplante 27. offene Nittenauer Stadtmeisterschaft im kommenden Jahr entgegennehmen.
Die erfolgreichen Teilnehmenden mit Turnierleiter Fabian Kammer (hinten links)


